eine gitarre braucht hardware …
… um zu funktionieren
Mechaniken – die Stimmungsmacher
Es gibt verschiedene Arten von Mechaniken an Gitarren. Allen ist jedoch eines gemein – sie halten die Saiten in Stimmung.
Hier zum Beispiel die Mechaniken (oder Tuner) einer Fender©artigen Gitarre. Die Saiten werden von dem Mechaniken über den Sattel geführt. Um den Saitendruck zu erhöhen, baute man einen Saitenniederhalter (bei einigen Modellen auch zwei) über H- und E-Saite. Dies führte zu einem höheren Druck auf den Sattel, die Saite konnte dadurch auch nicht mehr so leicht aus der Sattelkerbe springen bei hartem Akkordanschlag.
Alternative
Eine moderne Variante sind die »staggered« Mechaniken. Ihre Achse kann individuell in der Höhe verstellt werden. Damit wird mehr Druck auf den Sattel erzeugt, der Saitenniederhalter ist überflüssig. Dies kommt auch der Stimmstabilität bei der Benutzung des Tremolos zugute.
Saiten richtig aufziehen – stimmstabiler!
Viele Leute wickeln den überstehenden Teil der Saite komplett auf. Dadurch liegen – besonders bei den umsponnenen – die Riffelungen aufeinander. Wird nun das Tremolo gedehnt oder entlastet, verschieben sich diese und kommen nicht mehr in ihre alte Position.
Verstimmt!
Diese Methode verhindert das. Ausserdem braucht man keine Kurbel, und ist trotzdem in 5 Minuten fertig.
Tonabnehmer für elektrische Gitarren – Abschirmung
Es gibt sehr viel Literatur über Tonabnehmer im Netz, wer suchet, der findet auch.
Hier nur soviel:
Die Abschmirmung der empfindlichen Spulen gegen äußere Einstreuungen von Störsignalen kann auf verschiedene Weisen erreicht werden:
- Durch Lackieren des Elektronikfaches mit Abschirmlack,
- durch Einbau einer Abschirmplattes aus Metall (siehe Foto) oder
- durch Verwendung von doppelspuligen Humbucker-Tonabnehmern (Hum=Geräusch, Humbucker=Geräuschminimierer)
Schaltungsveariante Stratocaster SSS
Eine Besonderheit der Stratverschaltung wird hier beschrieben: auf das zweite Tone-Poti wird zugunsten einer Überblendung der beiden äusseren Tonabnehmer verzichtet.
Mit dem Blender-Poti wird der Halstonabnehmer stufenlos dazugemischt, was eine deutliche Erweiterung des Klangspektrums bewirkt. Verschlankung und Durchsetzungsvermögen. In der Mittelstellung wirkungslos.
Einbau eines Tonabnehmers in eine Western-Gitarre
In eine akustische Stahlsaiten-Gitarre soll ein elektrischer Tonabnehmer eingebaut werden.
Die Abnahme des Instrumentes mit einem Mikrofon offenbarte zwei Probleme, einen Mitten»Honk« und einen Bass»Honk«, die sich beide unangenehm im Gesamtklangbild dieser, eigentlich sehr ausgewogen klingenden Yairi, bemerkbar machten.
Die Entscheidung fiel für ein Transducer-System. Diese Tonabnehmer werden mit Klebstreifen (Bild) oder Klebmasse unter den Steg der Gitarre geklebt. Hier entschied man sich für den Klebstreifen, der etwas ander Übertragungsfrequenzen hat als der Klebstoff.
Diese Tonabnehmer eignen sich durch ihr geringes Gewicht hervorragen auch für akustische Bäasse, Celli oder Geigen.
Der »Nachteil« des hier verwendeten – passiven – Systems ist die Notwendigkeit eine Preamps zur Verstärkung. Dafür erreicht man aber eine exzellente Dynamik und Abbildungsqualität.
Die einzelnen Schritte des Einbaus (ungefähre Reihenfolge der Bilder, Bilder: ©Jörg Maubach_MMXXII_Bild-Kunst-Urheber_431184)
- Entpacken der Komponenten
- Messen des Bohrdurchmessers für den Einbau der 6,3mm Klinkenbuchse – hier reichte ein 12mm Bohrer. Dieser sollte allerdings beste Qualität besitzen, damit am zargen der Gitarre nichts ausreisst.
- Testbohrung an Abfallholz, danach die »echte« Bohrung an der Zarge der Gitarre
- Vorbereitung der Platzierung unter der Decke des Instrumentes
- Einkleben des Systems
- Montage der Buches
- Abdeckung der fixierten Buchse durch den Gurtpin
Fertig! Insgesamt eine Stunde Arbeit.
Der erste Klangeindruck war hervorragend. Später werden wir an dieser Stelle noch ein paar Tonbeispiele aus aktuellen Produktion zeigen.
Tonbeispiel des Akustik-Tonabnehmers
Hier zwei Beispiele des eingebauten Tonabnehmers im Studio:
Beispiel Eins, direkt eingespielt über die DAW.
Schlanker, transparenter Klang, sehr gut geeignet für Solo-Anwendungen, Picking oder Instrumentals.
Beispiel Zwei, über einen Preamp eingespielt.
Breiter, mittenbetonter, auch durchsetzungsfäghiger im Mix, als Rhythmusspur oder Fläche sehr gut geeignet

































